Weil mir dieser Beitrag sehr am Herzen liegt:

Peanut erklärt warum der Kauf eines Shetlandponys gut überlegt sein sollte und warum sie keine Anfängerponys sind.

„So ein Peanut äääähhh Pooony das kann alles,
ja das weiß viiiiel mehr als wiir,
könnte eees noch Eier legen,
wäre es ein Wundertiiier.
Hollahiii, hollahooo

… naja, singen kann so ein Minipony, wie ich, nun wirklich nicht.
Aber eigentlich wollte ich euch damit auch was anderes sagen. Hm, wie soll ich anfangen… Ich möchte euch sagen, warum ich die Peanut-Seite für euch mache. Es ist nämlich keinesfalls so, dass ich Werbung für meine Rasse machen möchte und schon gar nicht möchte ich Leute dazu animieren, sich so ein Minipony wie mich zu kaufen. Ich verstehe natürlich, dass sich viele von euch so ein süßes Shetlandpony wünschen- wir, also vor allem ich, sind natürlich unwiderstehlich und glaubt mir, das weiß nicht nur ich- die ganzen anderen Shettys wissen es auch! Echt jetzt! Ich weiß das aus ´ner ganz sicheren Quelle.

Jedenfalls möchte ich eigentlich darüber aufklären, dass so ein Shetty sehr klug ist und viel Beschäftigung braucht. Anna sagt, ich bin so unfassbar schlau, dass das manchmal sehr anstrengend für sie ist, obwohl sie ja schon mit vielen anderen Pferden gearbeitet hat. Das ist wohl bei so ziemlich allen Shettys so. Viele von ihnen werden als frech oder gar böse abgestempelt, aber oft ist es wohl so, dass sie so intelligent sind, dass sie eben viel weniger einfach mit sich machen lassen… so ein Shetlandpony-Herz muss man schon für sich gewinnen.

Anna kennt zB ein Shetty, das reißt sich beim Spazieren gehen los und sobald man es an die Longe nehmen möchte oder es gar reiten möchte, legt es sich hin. Aber wenn man mal betrachtet warum das Shetty das macht, ist es UNFASSBAR schlau (so wie ich!). Denn früher waren ganz viele unterschiedliche Kinder bei dem Shetty und alle haben irgendwas mit ihm gemacht, auch wenn sie keine Ahnung hatten. Das hat dem Shetty so gar keinen Spaß gemacht, auch wenn die Kinder das bestimmt nicht böse gemeint haben, denn Unwissenheit kann auch Schmerzen zufügen – so auch bei diesem Shettyfreund. Und deshalb ist er heute so wie er ist- und wisst ihr was? Ich bin mir sicher: käme eine Person, die ihn wirklich wertschätzen und lieben und sich intensiv mit ihm beschäftigen würde – völlig ohne Druck und Erwartungen- er könnte sich nochmal sehr einem Menschen zuwenden! Daran glaube ich ganz fest!
Anna sagt außerdem, dass in ihrem Clicker-Unterricht die Shetländer die schwierigsten Einheiten darstellen. Es kommen nämlich mehre Dinge zusammen:

1. Die unfassbare, phänomenale, großartige Intelligenz & Aufnahmefähigkeit (wir checken alles- sofort!) von uns Shettys

2. Die unfassbar große Leidenschaft für Futter (die zu unfassbarer Gier und Ungeduld, sogar Aggression führen kann bei falschem Umgang damit) …. wieder von uns Shettys

3. Die unfassbar langsame Reaktionszeit … von euch Menschen

4. Die unfassbare Neigung dazu, die Fehler beim Pferd zu suchen …natürlich auch von euch Menschen

Bevor ihr z.B.mit einem Shetty anfangt zu clickern solltet ihr im Optimalfall schon mit anderen Pferden sowas gemacht haben. Sonst haben wir viel schneller als ihr begriffen, worum es geht und ihr seid überfordert. Dann sind wir ungeduldig, ihr seid noch überforderter und dann werden wir wütend, weil es nichts zwischen die Beißer gibt!
Dann solltet ihr euch schon VOR der ersten Einheit darüber bewusst sein, was auf euch zu kommt und wie ihr das Ganze gestaltet. Am besten immer direkt mit einer leichten Aufgabe die Konditionierung gestalten. UND: von Anfang an!!! Pausentraining und viele, ruhige Sachen clicken, wie z.B. „Kopf tief“ oder beim Nebenherlaufen das entspannte Laufen/Abschnauben o.ä.
Auch nach der Konditionierung müsst ihr euch IMMER darüber bewusst sein, dass ihr ein Shetty vor euch habt und euch dementsprechend konzentrieren. Konsequente Signalkontrolle (Anna sagt, das sei SEHR schwer) und stetiges Reflektieren von EUCH selbst bewahrt euch vor aufgedrehten, ungeduldigen oder taschengrabbeligen Shettyfreunden.

Deshalb meine Bitte an euch- kauft euch bitte keinen von meiner Sorte, weil wir so süß sind. Ich brauche mindestens so viel Zeit, wie ein (Reit-)Pferd! Ich bin der erste der zum Tor gelaufen kommt, um was zu machen, aber ich möchte auch am liebsten den ganzen Tag mit dir verbringen und beschäftigt und gekrault werden!
Und wenn du nochmal einen giftigen Shettyzwerg siehst, frag dich mal warum er so ist.

Gruß und Kuss
eure Erdnuss „

Text: Anna Urich, 10.01.15