Es ist so wichtig zuzuhören und hinzusehen- was macht deinem Pferd WIRKLICH Spaß, wenn du ganz ehrlich zu dir bist. Manchmal braucht man ein bisschen Zeit, um sich Schritt für Schritt einzugestehen, dass man Fehler gemacht hat. Es ist nie zu spät umzudenken. Schaut euch eure Pferde und die der Anderen an. Schaut ihnen in die Augen- sind sie wirklich gewollt, etwas mit ihren Menschen zu machen? Kommen sie oder lassen sie sich holen bzw. haben sich damit abgefunden? Ist das Pferd psychisch und physisch in der Lage seine Aufgabe zu erfassen? Nur, weil es Runde um Runde weiter rennt? Stark pumpend und völlig verschwitzt- ist es da realistisch, dass das gut für das Pferd ist? Es gibt mittlerweile so viel Aufklärung- es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum es immer noch viele Menschen gibt, die von ihrem Pferd verlangen, dass es funktioniert. Weiter geht es mit der Beobachtung NACH der Arbeit- kommt das Pferd nach der Abnahme des Halfters noch hinterhergelaufen oder zeigt sonstiges Interesse am weiteren Kontakt mit dem Menschen? Oder wendet es sich ab, geht vielleicht sogar weg? All das könnt ihr beobachten- lernt euer Auge zu schulen.. jedoch ist die Wahrheit oft erschreckend und schwer einzugestehen…

Text: Anna Urich, 11.02.2014